Cistus incanus

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Die Zistrose - Cistus incanus
Standort
 

Cistus incanus stammt aus Griechenland und bevorzugt einen sonnigen, nicht zu feuchten Standort. Bedingt winterhart bis -12 Grad. Bei Eigenaufzucht ist Winterschutz in unseren Breiten erforderlich.
 
Die Zistrose/ Cistus incanus wird bis zu einem Meter hoch und liebt die volle Sonne.
Ihre länglichen, immergrünen Blätter scheiden ein Harz aus, auch Ladanum genannt. Dieses Harz enthält ätherische Öle, welche eine heilende Wirkung haben, wie auch die Pflanze selbst. Das Harz wird auch schon in der Bibel unter dem Namen Myrre erwähnt.

An heißen Tagen scheiden die Blätter der Zistrose/ Cistus incanus vermehrt Harz aus; da dieses Harz sehr duftend ist, riecht man die Pflanze schon von weitem.
 
Die Zistrose/ Cistus incanus ist auch unter folgenden wissenschaftlichen Namen bekannt: Cistus creticus, Cistus villosus creticus, Cistus Indanifer.

Die Verwendung von Cystus lässt sich bis ins 4. Jahrhundert vor Christus zurückverfolgen.
In Mitteleuropa ist die Heilwirkung der Zistrose/ Cistus incanus noch sehr unbekannt, im Gegensatz zum Mittelmeerraum, denn dort wird die Pflanze schon seit Jahrtausenden in der Volksheilkunde eingesetzt.
 
 
 
Die Inhaltsstoffe

Cistus incanus enthält neben dem Harz auch ätherische Öle, Borneol, Zineol, Eugend, Ledol, Limonen und Phenol Polyphenole, die zu der Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe zählen.

Polyphenole sind starke Antioxidantien, die aufgrund ihrer antioxidativen Wirkung sehr gesund sind.

Cistus incanus hat eine antibakterielle, antivirale, schleimlösende, pilzhemmende, antioxidative, Immunsystem stärkende, anregende Menstruationsfördernde und entzündungshemmende Wirkung und neutralisiert freie Radikale.
 
 
 
Anwendungsgebiete
 
Die Zistrose/ cistus incanus wird als hilfreich empfohlen bei:
 
- Akne
- Neurodermitis
- Pilze (an Füßen, Mundschleimhaut, Genitalbereich)
- Aphten
- Dekubitus, Hämmoriden
- Entgiftung
- Schutz des Herzen gegen Infarkte
- Schutz der Haut vor Alterungsprozessen
- Magen Darm Erkrankungen
- Harmonisierung der Darmflora
- Karies – und Paradotose (Prophylaxe)
- Erhöhung der Knochendichte
- Ausschwemmung von Schwermetallen
- Krebs (vor allem Darm-, Gebärmutterhals-krebs)
- Gegen Lippenherpes
- Wirkt gegen freie Radikale
- bei Arthrose
- Asthma
- Bronchitis
- Grippe
- Herzleiden
- Durchfall
- Kopfschmerzen
- Leukämie
- bakterieller Infektion
 
Auch bei den möglichen Folgeerkrankungen eines Zeckenbisses (FSME und Borreliose) wird Cistus incanus eine hilfreich, unterstützende Wirkung nachgesagt.

Bei folgenden Erkrankungen wird laut Doktor Delbé eine Dauerbehandlung empfohlen:
Lippenherpes, Gürtelrose, Hepatitis, HIV
 
 
 
Anwendung
 
Zubereitung von Cystus (Cistus incanus) Tee/ Sud

Eine Handvoll oder 5 Teelöffel Cystuskraut (ca. 10 g) in einen Kochtopf geben, mit 0,2 - 1 Liter Wasser aufgießen und zum Kochen bringen.
Den Sud erhält man wenn ca. 10 g Kraut mit 100 – 200 ml Wasser 5 Minuten kochen. (am besten in einem Topf). Danach das Kraut absieben und den Sud in ein geeignetes Gefäß umfüllen.
Im Kühlschrank hält sich der Sud zwei Tage.

Oder man gibt pro Tasse einen Teelöffel Kraut in einen Teeaufgussbeutel und übergießt alles mit Wasser, das man im Wasserkocher heiß gemacht hat .
Behandelt wird der Tee eigentlich wie grüner Tee – nicht länger als fünf Minuten ziehen lassen, sonst schmeckt der Tee bitter. NAch Geschmack mit Honig süßen.

Als wohlschmeckender Abend-Trunk und auch zur Unterstützung der Urflora (Mund, Rachen, Magen) oder abends direkt vor dem Schlafengehen eine Tasse schluckweise trinken (entspannt und beruhigt)

Im Sommer schmeckt der Tee zum Beispiel auch mit einem Spritzer Zitronensaft, gekühlt und mit Eiswürfeln.

Der Zistrosentee (Cistus incanus Tee) sollte nicht zusammen mit Milch eingenommen werden, denn Milch kann die Aufnahme der Polyphenole verzögern. Bei Zugabe von Zitronensaft bleiben die wertvollen Polyphenole im Tee besonders lange erhalten.
 
 
 

 
Bericht von Dr. med. Heiner Gabele
 
"Inhaltsstoffe der Zistrose, Cistus incanus
Die Zistrose, Cistus incanus, ist die polyphenolreichste Heilpflanze in Europa gemäss dem LEFO-Institut. Die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe der Zistrose, Cistus incanus, teilen sich in verschiedene, chemisch definierte Gruppen auf. Darunter sind die Polyphenole zahlen- und bedeutungsmässig die wichtigsten. Die Gruppe der Polyphenole besteht aus den Hauptgruppen der Phenolsäuren, der Flavonoide, der Stilbene und der Lignane, die sich vor allem vom Kohlenstoffgerüst her unterscheiden lassen. Bis heute sind mehrere tausend verschiedene Unterarten nachgewiesen. Viele dieser Stoffe sind hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Gesundheit des Menschen noch nicht oder nur sehr wenig erforscht.

Die Polyphenole der Zistrose, Cistus incanus, wirken antikanzerogen, antimikrobiell, bakteriostatisch, fungizid, antioxidativ, thrombozytenaggregationshemmend, gastroprotektiv, leberzellschützend, analgetisch und antiphlogistisch. Die Zistrose, Cistus incanus, enthält mehr antioxidative Polyphenole als Rotwein, den sie um das Vierfache, oder Grüntee, den sie um das Dreifache übertrifft.
 
Wichtige Inhaltstoffe der Zistrose, Cistus incanus, sind die Polyphenole Kaempferol, Quercetin, Apigenin, verschiedene Catechine, Ellagsäure sowie weitere Inhaltsstoffe wie Labdanum, Borneol, Zineol, Eugenol, Diterpene, Triterpene und Ledol. Über die Bioverfügbarkeit dieser Stoffe gibt es bisher wenige Studien.
 
Die Frage nach einer eventuellen potenziellen Toxizität der in der Zistrose, Cistus incanus, enthaltenen Vielzahl von Polyphenolen lässt sich nicht beantworten . Man kennt Toxizitäten von einzelnen Polyphenolen wie dem Quercetin. Das Vielstoffgemisch der Zistrose, Cistus incanus, ist aber offenbar seit Jahrhunderten in der griechischen Region Chalkidiki als täglicher Haustee getrunken worden, und man sagt, dass dort die meisten Hundertjährigen leben.

Wissenschaftliche Untersuchungen zur Zistrose, Cistus incanus

In den letzten zehn Jahren erlangte die Zistrose, Cistus incanus, vermehrtes wissenschaftliches Interesse. 1999 wurde die Zistrose, Cistus incanus, von der Gesellschaft Herba Historica als polyphenolreichste Pflanze Europas zur Arzneipflanze Europas gekürt. Professor Oliver Planz vom Friedrich-Löffler-Institut in Tübingen konnte mit dem Extrakt Cystus 052 (Cistus incanus ssp. tauricus Pandalis) zeigen, dass in Lungenepithelzelllinien, die damit versetzt und anschliessend mit H5N1-Vogelgrippeviren, aber auch mit humanen Influenzaviren inkubiert wurden, die Virenkonzentrationen um bis zu zwei Zehnerpotenzen niedriger lagen als in der Kontrollgruppe. Die antivirale Wirkung zeigte sich dosisabhängig. Eine negative Wirkung des Extraktes auf die Lungenepithelien konnte nicht festgestellt werden. Insbesondere wurde keine Resistenzentwicklung beobachtet.

Man vermutet, dass physikalische Wechselwirkungen des Zistrosenextraktes, Cistus incanus, mit den viralen Oberflächenantigenen Hämagglutinin und Neuraminidase das Andocken der Viren an den Zellen verhindern.
 
Hier könnte der Zistrosenextrakt, Cistus incanus, eine Konkurrenz werden für die bekannten Antigrippemittel Tamiflu und Relenza . Prof. Oliver Planz aus Tübingen, Prof. Holger Kiesewetter von der Charité in Berlin wie auch Prof. Stephan Ludwig von der Universität Münster haben in verschiedenen Untersuchungen festgestellt, dass dieser Cistus-incanus-Pandalis-Extrakt bei Infektionen des Respirationstraktes sehr gute Dienste leistet.
 
Prof. Siegers in Lübeck fand eine deutliche Reduktion der Kadmiumbelastung bei Rauchern über eine vermehrte Metallbindung im Darm mit Zistrosengaben, Cistus incanus. Verschiedene Arbeitsgruppen konnten eine zytostatische Wirkung unter anderem auf Mammakarzinomzellen bei In-vitro-Untersuchungen dokumentieren.
 
Recht gut sind tumorhemmende Wirkungen von anderen polyphenolhaltigen Pflanzen wie dem Grüntee mit seinem Hauptwirkstoff Epigallocatechin, aber auch Curcuma longa mit den Curcuminen in wissenschaftlich kontrollierten Studien untersucht.
 
Vor allem aus Untersuchungen von Prof. B. Aggarwal, Texas, mit Curcumaextrakten ist bekannt, dass durch die Polyphenole sämtliche bekannten Tumorstoffwechselwege gehemmt werden und mit der Initiation, der Promotion und der Progression eines Karzinoms günstig interferieren können. Sie können in verschiedener Weise die Signaltransduktion in Beziehung auf Proliferation, Differenzierung und Apoptose der Zelle modifizieren.
 
In verschiedenen Untersuchungen wurden neben bereits erwähnten antiviralen auch weitere antimikrobielle Eigenschaften der Zistrose, Cistus incanus, gegen verschiedene Pilz-, Protozoen- und Bakterienarten, etwa gegen Candida species, E. coli, Streptokokken, Staphylococcus aureus, Protozoen und Helicobacter pylori, festgestellt. Die Polyphenole der Zistrose, Cistus incanus, haben in vitro and in vivo eine deutliche antiinflammatorische Aktivität.
 
Jüngste Studien zeigten, dass Polyphenole die Signaltransduktionswege günstig beeinflussen, über die proinflammatorische Gene gesteuert werden. So könnten möglicherweise auch Entzündungsvorgänge wie beim rheumatischen Formenkreis günstig beeinflusst werden."

Quelle: Dr. med. Heiner Gabele